| Positionen | |||||||||||||||||||||||||
|
Kommunalpolitisches Positionspapier | |||||||||||||||||||||||||
|
Perspektiven fr den Stauferkreis - Landkreis Gppingen 21 beschlossen auf der auerordentlichen Mitgliederversammlung der JUNGEN UNION Kreisverband Gppingen am 09. November 1996 in Sen
Durch das kommunalpolitische Papier der Jungen Union Kreisverband Gppingen sollen Anstze aufgezeigt werden, die es gilt, in den nchsten Jahren auszubauen und voranzutreiben. Der Landkreis Gppingen muss fit werden fr die Herausforderung der nchsten Jahre und zukunftsfhig gestaltet werden, um Anfang des nchsten Jahrhunderts wieder in der ersten Liga mitzumischen. Dabei sind die Strken des Landkreises herauszuarbeiten, um im Einklang mit der Region wettbewerbs- und leistungsfhig auf den Weltmrkten zu bestehen. Die Arbeitslosigkeit muss gesenkt, die Verwaltung und Wirtschaft verschlankt, die Kosten- und Steuerlast reduziert, die Ausbildungs- und Schulangebote erhht, die Infrastruktur ausgebaut, sowie die Waren und Dienstleistungen qualitativ und quantitativ verbessert werden. Unser leistungsfhiger Wirtschafts- und Lebensstandort muss erhalten bleiben. Die Chancen der Zukunft mssen erkannt werden, sowie rasche und effiziente Umsetzungen dafr Sorge tragen, dass unser Gegend nicht ins Abseits gert, sondern dass Wohlstand und Lebensqualitt auch im nchsten Jahrhundert garantiert sind. Aufgrund des engen finanziellen Spielraums der Kommunen muss nach neuen Wegen gefragt und die bisherigen Strukturen und Aufgaben des Landkreises berdacht werden. Dieses Papier soll einen Einstieg in eine umfassende Diskussion mit allen Verantwortlichen bieten.
Mehr als zwei Jahre nach Grndung des Verbandes Region Stuttgart (VRS) hat sich die Region als Zukunftsmodell einer neuen kommunalen Gebietskrperschaft bewhrt. Zahlreiche wichtige Aufgaben, wie die Regional-, Landschafts- und Regionalverkehrsplanung und die Koordinierung der Wirtschaftsfrderung hat die Region Stuttgart bernommen. Neue zukunftsweisende Projekte stellen Stuttgart 21 und die neue Messe auf den Fildern dar, die nun verwirklicht werden mssen. Durch sie gilt es, die Wettbewerbsfhigkeit der Region zu erhalten. Das Bewusstsein fr die regionale Idee muss sich darber hinaus in den Kpfen der Brger vollziehen, und es muss erkannt werden, dass eine immer grer werdende Zusammenarbeit sowohl der Stdte und Gemeinden als auch der Stadt- und Landkreise innerhalb der Region notwendige und unverzichtbare Aufgaben fr den regionalen Zusammenhalt darstellen. Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
Deutschland ist, um sich als Hochlohnland im internationalen Wettbewerb behaupten zu knnen, in besonderem Mae gefordert durch Qualitt und Innovationen Mastbe zu setzen. Unabdingbare Voraussetzung und wichtiger Standortfaktor hierfr ist ein sehr hoher Bildungsstand. Bildung bzw. Ausbildung sind so auch wichtige Investitionen in die Zukunft, und mssen besonders gefrdert werden. Der Landkreis wird dieser Verantwortung durch die Einrichtungen der Fachhochschulauenstellen - in Gppingen mit technischer Ausrichtung und in Geislingen mit kaufmnnischer Ausrichtung - gerecht. Sie haben sich in ihrem Fcherangebot bewhrt; die Einrichtung des neuen Studiengangs Mechatronik an der Auenstelle Gppingen unterstreicht diese starke Zukunftsorientierung. Weiterbildungs- und Volkshochschulangebote sind in ausreichendem Mae vorhanden. Ihre Inanspruchnahme ist allerdings unterschiedlich hoch. Es gilt dafr zu sorgen, in stark nachgefragten Kursen ein leistungsfhiges Angebot bereitzustellen. Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
Das heutige Verkehrsaufkommen im Schienen- und Straenverkehr und dessen Wachstumsrate betrachtend, erkennt man, da ein zuknftiger Ausbau berlasteter Strecken forciert werden muss, um einem Verkehrsinfarkt vorzubeugen. Konkrete Projekte sind dabei der kologisch und konomisch vertretbare Weiterbau der Bundesstrae 10 ber Geislingen hinweg, der Neubau des Albaufstiegs der Bundesautobahn 8 und deren sechsspuriger Ausbau, sowie die Schienenneubaustrecke Stuttgart-Ulm entlang der Autobahn. Zeitgleich mit dem Ausbau ist es erforderlich, dass ausgeklgelte und intelligente Verkehrsleitsysteme entwickelt, erprobt und eingesetzt werden, da ein Bau von Schienen- und Straenstrecken dem Verkehrswachstum hinterherluft. Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
Der Kreis Gppingen spielt beim Thema Wirtschaft und Arbeitspltze keine Sonderrolle im Land oder in der Region. Er ist genauso wie die Nachbarkreise vom Strukturwandel betroffen und die Arbeitslosigkeit ist hier hnlich hoch wie in anderen Gebieten im Land. Die einstige Strke des Landkreises durch Automobilzulieferer und durch die Maschinenbau- und Elektroindustrie scheint der Vergangenheit anzugehren. Einige Industrie- und Produktionssttten sind teilweise veraltet, andere liegen brach. Wirtschaftsfrderung wird durch die kreiseigene Wirtschaftsfrdergesellschaft (WiF) betrieben. Diese kann nicht an den Landkreisgrenzen Haltmachen, sondern bedingt eine regional abgestimmte Wirtschaftsfrderung durch die Wirtschaftsfrdergesellschaft der Region Stuttgart (WRS). Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
a) Einfhrung Seit einigen Jahren wird ber Themen aus dem Bereich der Abfallwirtschaft immer heftiger diskutiert. Zum einen ist das zurckzufhren auf die Entwicklungen neuer Technologien in den letzten Jahren, wie zum Beispiel Thermoselect und Schwel-Brenn Verfahren, zum anderen auf eine immer differenziertere Behandlung der verschiedenen Abfallsorten, wie zum Beispiel durch Duales System, Wertstoffhfe und kommunale Kompostpltze. So erfreulich die Entwicklung neuer, differenzierterer und vielleicht besserer Methoden in diesem Bereich ist, so bringen sie - durch Einsatz moderner Technologie - auch enorme finanzielle Lasten mit sich. Verantwortungsbewusstes Handeln verbietet uns jede Verschwendung natrlicher Ressourcen, aber auch finanzieller Mittel. Nicht jeder Brger setzt im Spannungsverhltnis zwischen bestmglichem Umwelt-/Ressourcenschutz und finanziellen Lasten dieselben Prioritten. Deshalb muss es fast zwangslufig immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen in diesem Themenbereich kommen. Es gilt, einen vernnftigen Weg zu finden, fern ab von Extrempositionen, die einige wenige vertreten, um mglichst allen in ausreichendem Mae gerecht zu werden. Natrliche Ressourcen Der zentrale Punkt einer Diskussion ber Umweltaspekte, wie hier im Falle von Mllentsorgung, muss die Ressourcenbewahrung sein. Erst der Einsatz und Verbrauch natrlicher Ressourcen hat es uns mglich gemacht, den Wohlstand und den Lebensstandard zu erreichen, den wir heute haben. Der Verbrauch natrlicher Ressourcen bedeutet aber gleichzeitig auch eine Verschmutzung unserer Umwelt und damit auch einen Verlust von Lebensqualitt. Auch die Tatsache, dass uns die natrlichen Ressourcen der Erde nicht unbegrenzt zur Verfgung stehen, mahnt uns dazu, vernnftig und sparsam mit ihnen umzugehen. Kommende Generationen und junge Brger wie wir, wrden einen verantwortungslosen Umgang mit der Natur noch deutlich zu spren bekommen. Den jetzigen Generationen einen verantwortungslosen Umgang mit Umwelt und natrlichen Ressourcen vorzuwerfen, wre sicherlich falsch. Es gibt keinen Anlass in Panik auszubrechen und die Zukunft unserer Erde schwarzzumalen. Dennoch wird heute bisweilen recht leichtfertig mit der Natur umgegangen, und das muss sich ndern. Wir haben bereits einen groen Teil der Rohstoffe verbraucht, und bekommen die Vernderungen in unserer Umwelt in vielen Bereichen (beispielsweise durch Treibhauseffekt und Ozonloch) bereits deutlich vor Augen gefhrt. Dies zeigt uns, dass wir verstrkt nach Mglichkeiten suchen mssen, die eine Weiterentwicklung unserer Wirtschaft und Gesellschaft mit geringerem Rohstoffverbrauch erlauben. Hierzu knnen wir in immer strkerem Mae auf bessere Technologien zurckgreifen. Dem technisch Machbaren sind jedoch auch finanzielle Grenzen gesetzt, denn die bessere Technologie ist meist nicht die billigere. Recycling Seit einiger Zeit wird in deutlich strkerem Mae im Recyclingbereich geforscht, einige vielversprechende Entwicklungen wurden auch bereits umgesetzt. Um einen mglichst effizienten Einsatz von Rohstoffen zu erreichen, muss eine Wiederverwertung des anfallenden Mlls und somit ein Stoffkreislauf angestrebt werden. Da das Recycling eine sehr differenzierte Behandlung der verschiedensten Abfallsorten erfordert, besteht die Notwendigkeit einer strikten stofflichen Trennung. Der Recyclingprozess, insbesondere aber auch der Trennungsprozess sind mit erheblichem - auch finanziellem - Aufwand verbunden. Dieser Aufwand scheint nicht allen Brgern gerechtfertigt, und so sind heute viele nicht bereit, sich aktiv zu beteiligen. Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt, der bei Diskussionen ber den Themenbereich Recycling oft bersehen wird, ist die Tatsache, dass die viel gepriesene Kreislaufwirtschaft die Aufwendung groer Energiemengen erfordert, die heute zum Groteil - eigentlich im Widerspruch zum Zweck des Recyclings - durch den Verbrauch natrlicher Rohstoffe, wie Kohle, Erdl, Erdgas oder Uran gedeckt wird. Dieser Energieaspekt fllt insbesondere dann ins Gewicht, wenn die zurckgewonnenen Ausgangsstoffe dieselbe Qualitt aufweisen sollen, wie die zur Produktion verwendeten. Solange uns nicht bezahlbare Technologien zur Verfgung stehen, mit deren Hilfe wir unseren Energiebedarf ausschlielich aus regenerativen Energiequellen decken knnen, ist Recycling nur die zweitbeste Methode, um Umwelt und natrliche Ressourcen zu schonen. Mllvermeidung Die mit Abstand wirkungsvollste Methode, um einen nicht notwendigen Ressourcenverbrauch zu verhindern, ist die Mllvermeidung. Die Vermeidung von Umverpackungen und Verwendung von Mehrwegverpackungen knnen einen groen Teil der Verschwendung verhindern, die wir uns, speziell im Hinblick auf die jngere und kommende Generationen, nicht leisten drfen. Abfall, der gar nicht erst entsteht, stellt uns nicht vor Probleme, deren Lsung wiederum finanzielle und kologische Probleme mit sich bringen. Fr die Politik mu die Mllvermeidung ein um so wichtigeres Thema sein, als sie nicht dasselbe wirtschaftliche Potential wie ein Kreislaufwirtschaftssystem bietet, und somit nicht bereits von der Industrie gefrdert wird. b) Situation im Kreis Gppingen Gerade in unserem Landkreis ist das Thema Abfallwirtschaft seit lngerer Zeit ein zentrales Thema. Aus diesem Grund beschftigt sich auch die Junge Union seit lngerem mit diesem Themenkreis. Entzndet hat sich die bisher hart und nicht immer sachlich gefhrte Diskussion an der damals noch anstehenden Entscheidung ber Neubau und privaten Betrieb einer Mllentsorgungsanlage. Das Mllheizkraftwerk (MHKW) wurde inzwischen privatisiert und der Bau eines Ersatzkessels beschlossen. Bau des Ersatzkessels Die Junge Union Kreisverband Gppingen untersttzt die Entscheidung des Kreisrats fr den Bau des Ersatzkessels, da er im Gegensatz zu den sonst zur Wahl gestandenen - durchaus interessanten aber kaum erprobten - Neuentwicklungen, die einzige sichere und bewhrte Technologie darstellt. Das MHKW liefert, durch seine unter allen Alternativen hchste Energieausbeute (an elektrischer Energie und Fernwrme), einen wichtigen Beitrag zur Schonung unserer natrlichen Ressourcen. Privatisierung Die Junge Union Kreisverband Gppingen begrt die Privatisierung des Mllheizkraftwerkes und die damit verbundene bertragung des Auslastungsrisikos auf den privaten Betreiber, unter gleichzeitiger vertraglicher Sicherung des Vorrechts des Landkreises, den Differenzbetrag zwischen Kapazitt und Abfallaufkommen des Landkreises im Rahmen von Kooperationsvertrgen selbst aufzubringen, entsteht eine fr den Landkreis vor allem aus finanzieller Sicht sehr vorteilhafte Situation. Weiterbetrieb des alten Mllheizkraftwerks Durch verschiedene Nachrstungsmanahmen wurden die Emissionen des MHKWs sehr deutlich gesenkt (Dioxin auf ca. 1/6). Sollte das Regierungsprsidium Stuttgart keine Ausnahmegenehmigung fr einen Weiterbetrieb des MHKWs ber den 01.12.2025 hinaus (Ende der bergangsfrist) bis zur Inbetriebnahme des Ersatzkessels erteilen, wren fr unseren Landkreis und somit den Gebhrenzahler Mehrkosten von ca. 80 Millionen zu erwarten. Da nur noch die neuen Grenzwerte fr Dioxin und Stickoxid berschritten werden, sind die zu erwartenden Mehrkosten fr den Gebhrenzahler absolut unzumutbar. Durch Transport und Deponierung der Abflle wren zustzliche Umweltbelastungen zu befrchten. Des weiteren wrde die Verhandlungsposition des Landkreises durch die mgliche Stillegung des MHKWs bei Kooperationsverhandlungen mit anderen Kreisen deutlich geschwcht. Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
Kooperationen Die Kosten im Abfallwirtschaftsbereich sind in den letzten Jahren deutlich berproportional angestiegen. Die Landkreise sind heute mehr denn je aufgerufen, nach Mglichkeiten zu suchen, die den Gebhrenzahler entlasten. Ein Groteil der Mehrkosten, die in diesem Bereich in der letzten Zeit anfielen, ist sicher auf den Einsatz moderner und vielfltiger Technologie zurckzufhren, die insbesondere durch die zunehmend differenzierte Abfallbehandlung notwendig wird. Ein hoher Aufwand scheint uns hier aus Grnden des Umwelt- und Ressourcenschutzes durchaus gerechtfertigt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob jeder Landkreis sich fr jede Abfallsorte eine eigene Entsorgungsanlage/Deponie leisten sollte. Regionale Kooperationen versprechen hier eine deutliche Kostenentlastung. Probleme, wie solche im Bereich der Abfallwirtschaft, die ber Landkreisgrenzen hinausgehende Lsungen fordern, sollten grundstzlich innerhalb der Region gelst werden. Die Verantwortung in diesem Bereich liegt aber heute bei den Landkreisen. Die Junge Union Kreisverband Gppingen fordert eine deutlich bessere Abstimmung der Abfallpolitik zwischen den Landkreisen und Kooperationen innerhalb der Region. Die Voraussetzungen fr Kooperationen sind von Seiten unseres Landkreises durch die freien Kapazitten im Mllheizkraftwerk durchaus gegeben. Biomll Die im Februar 1996 verabschiedete Novellierung des Landesabfallgesetzes zwingt unseren Landkreis, eine ber die bisherige Grnguterfassung und Grngutsammlung hinausgehende Erfassung von Biomll, wie Kchenabfllen, durchzufhren. Eine gesonderte Biomllerfassung macht in Landkreisen, die ihren Rohmll deponieren, durchaus Sinn, da die Deponien dieser Landkreise dadurch von bioaktiven Substanzen entlastet werden. In unserem Landkreis besteht fr eine solche Manahme jedoch keine Notwendigkeit. Die noch nicht erfasste Menge an Biomll ist sehr gering, und ihre Erfassung steht in keinem Verhltnis zu den dadurch entstehenden zustzlichen Kosten. Die Junge Union bedauert ausdrcklich, dass das Umweltministerium die zustzlichen Kosten, die auf die Gebhrenzahler zukommen werden, nicht als unzumutbar einschtzt, und somit keine Ausnahme in Betracht kommt. Die Entscheidung ist jedoch gefallen, und wir mssen uns Gedanken machen, wie ein zuknftiges Sammelsystem fr die Bereiche aussehen soll, in denen eine Eigenkompostierung nicht mglich ist. Bisherige Erfahrungen mit der Biotonne haben erhebliche Probleme, vor allem in den Bereichen der Hygiene, Geruchsentwicklung und Strstoffanflligkeit gezeigt. Diese Schwchen machen eine Suche nach alternativen Lsungen erforderlich. Im Ostalbkreis kommt seit einiger Zeit ein alternatives Sammelsystem zur Anwendung, bei dem die oben genannten Probleme nicht beziehungsweise nur in wesentlich geringerem Mae auftreten. Es werden durchsichtige und durch Knoten verschliebare Plastikbeutel eingesetzt, die je nach tatschlichem Bedarf im Haushalt in verschiedenen Gren gekauft werden knnen. Das System hat gegenber einer Tonnenlsung den Vorteil eines geringeren Platzbedarfs und ist im Volumen wesentlich flexibler anpassbar. Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
Mllgebhrensystem Wie wir bereits festgestellt haben, ist der beste und billigste Weg zur Entlastung unserer Umwelt die Mllvermeidung. Die Politik muss sich um so dringender dieses Problems annehmen und Voraussetzungen schaffen, die den Brgern Anreize zur Mllvermeidung geben. Vernnftige Argumente allein, das hat sich in den unterschiedlichsten Bereichen immer wieder gezeigt, erzielen meist nicht die gewnschte Wirkung. Das Preisargument ist das entscheidende Argument schlechthin, um den Brger zu einem verantwortungsbewusstem Handeln zu bewegen. Ein mengenorientiertes Mllgebhrensystem ist das geeignete Mittel um den Brger zur aktiven Mllvermeidung anzuhalten. Auch der Kreistag scheint dies erkannt zu haben, denn er hat in den letzten zwei Jahren einen Aufpreis von der 120l- zur 240l-Tonne von zuerst 30%, dann 50% des hchsten Gebhrensatzes (4-Personenhaushalt) erhoben. Dieser Schritt zielt in die richtige Richtung, geht aber noch nicht weit genug. Ein mengenorientiertes Mllgebhrensystem muss sich an der tatschlich anfallenden Mllmenge orientieren. Eine bisherige "mengenabhngige" Komponente, die Einteilung in Gebhrenklassen nach Personenhaushalten, von der bisher kein Anreiz zur Mllvermeidung ausgeht, die gleichzeitig jedoch zu einer ungerechten Belastungsverteilung fhrt, muss ersatzlos gestrichen werden. Voraussetzung fr ein mengenorientiertes Mllgebhrensystem ist eine mglichst flexible Anpassungsmglichkeit der Tonnengre an das jeweilige Mllaufkommen im Haushalt. Zwei verschiedene Tonnengren fr einen Privathaushalt (120l und 240l) sind hier bei weitem nicht ausreichend. Um die tatschliche Mllmenge zu messen, gibt es zwei alternative Mglichkeiten: Volumen oder Gewicht. Da die Volumenmessung ber die Tonnengre um ein Vielfaches einfacher ist, verdient diese Methode klar den Vorzug. Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
Um dem bei diesem Modell mglicherweise verstrkt auftretenden Problem wilder Mllablagerungen entgegenzuwirken, sollte im Zuge einer Neuordnung des Gebhrensystems einerseits auf Aufklrung der Brgerschaft gesetzt werden, andererseits aber auch an eine nderung des 25 der Abfallwirtschaftssatzung gedacht werden, der die Gebhr fr die Beseitigung unerlaubt abgelagerter Abflle auf die tatschlich entstandenen Kosten beschrnkt. Statt dessen sollten vielmehr auch pauschale Bearbeitungsgebhren erhoben werden. Durch eine Neuordnung des Mllgebhrensystems im Sinne unserer Vorschlge, knnte man im Kreis - zumindest im Abfallwirtschaftsbereich - kologisch verantwortliches Handeln frdern, und somit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer Natur und natrlichen Ressourcen leisten.
Die ffentliche Sicherheit und das Sicherheitsgefhl der Brger ist ein hohes und schtzenswertes Gut. Obwohl die Kriminalitt nicht mehr in dem Mae ansteigt wie frher, besteht noch kein Grund zur Entwarnung. Insbesondere der Anstieg der Betubungsmittel-Delikte und der hohe Anteil junger Straftter muss Anlass zur Sorge geben. Auch kann es nicht sein, dass einzelne Wohnviertel, Straen, Wege und Pltze von der Bevlkerung gefrchtet und gemieden werden. Aus diesem Grund ist es auch weiterhin erforderlich, dass alle fr die Bekmpfung der Kriminalitt zustndigen staatlichen und kommunalen Stellen von den verantwortlichen Positionen in der Politik alle notwendigen Untersttzung erhalten. Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
Die Junge Union hat bereits auf Ihrer Klausurtagung am 05.05.2026 ein umfassendes Positionspapier zum Thema Drogen verabschiedet.
Der Landkreis Gppingen ist zum Groteil durch industrielle Produktion im Filstal geprgt, bietet aber auch zahlreiche Mglichkeiten zur Erholung (Heilbdersttten, Schwbische Alb, Schurwald, u..). Dem Tourismus kommt eine bedeutende Rolle zu, da hier ein enormes Wachstumspotential steckt. Deshalb muss dieser als wichtiger Teil der Wirtschaftsfrderung gesehen werden. Durch geeignete Werbemanahmen muss der Fremdenverkehr zu einem weiteren wichtigen wirtschaftlichen Standbein im Landkreis ausgebaut werden. Das bisherige Engagement der Fremdenverkehrsverbnde ist richtungsweisend. Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
Die Junge Union Kreisverband Gppingen ist sich der noch immer angespannten Lage des Landkreises Gppingen sowie die seiner Gemeinden und Stdte bewusst. Der Haushalt 1997 ist durch Mindereinnahmen von 8,6 Millionen geprgt. Trotz einer moderaten Ausgabenpolitik entsteht 1997 ein Fehlbetrag von 7,9 Millionen, welcher auf Vorschlag der Landkreisverwaltung durch eine Erhhung der Kreisumlage um 2,7 Prozentpunkte finanziert werden soll. Die Kreisumlage soll dabei auf eine Hhe von 31,5 Prozentpunkte ansteigen. Dies wre eine Zunahme um 11,5 Prozentpunkte seit 1992. Die Gesamtverschuldung des Landkreises soll bis Ende 1997 auf 146,1 Millionen ansteigen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 570 DM je Einwohner entspricht. Die Junge Union Kreisverband Gppingen ...
| |||||||||||||||||||||||||