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JU kritisiert Überlegungen der Bahn AG

"Weitere Ausdünnung des Filstaltakts befürchtet" - Politisch Verantwortliche müssen vereint gegen diese Pläne vorgehen

Kreis Göppingen, 27.09.2000. Die Junge Union (JU) Kreisverband Göppingen warnt davor, dass der Filstaltakt im Landkreis Göppingen weiter in Frage gestellt wird, wenn die Deutsche Bahn AG (DB AG) ihre jüngst bekannt gewordenen Überlegungen zum InterRegio-Verkehr wahr macht. Nach Presseinformationen plane die Bahn bereits zum Fahrplanwechsel im Juni 2001 erste InterRegio-Verbindungen zu streichen und spätestens Ende 2003 / Anfang 2004 alle InterRegio-Züge vom Gleis zu nehmen. "Davon wäre mit Sicherheit auch die InterRegio-Linie Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen-Lindau betroffen, die durch das Filstal führt und Teil des Taktverkehrs im Kreis ist", so der JU-Kreisvorsitzende Andreas Seehofer. Eine Streichung dieser InterRegio-Verbindungen wäre völlig inakzeptabel. Deshalb fordert die Kreis-JU den vereinten Einsatz aller politischen Kräfte im Kreis Göppingen wie vor zwei Jahren, um diese Entwicklungen aufzuhalten bzw. zu verzögern und eventuell auf ein ausreichendes Ersatzangebot der DB AG zu drängen, so Seehofer.

Sollte die Bahn erneut den InterRegio-Verkehr zwischen Stuttgart und Ulm reduzieren, wie bereits im Mai 1999, würde dies zu einer weiteren Ausdünnung des Filstaltaktes führen. "Dies würde für den Kreis Göppingen eine weitere infrastrukturelle Benachteiligung darstellen", so der JU-Pressereferent Roland Wahl. Der JU-Kreisverband fordert deshalb alle Abgeordneten aus Bund und Land, die Vertreter des Verbandes Region Stuttgart, des Landkreises Göppingen und der Städte und Gemeinden im Kreis auf, gegen diese Planungen vereint vorzugehen, so Wahl. Bereits vor einem halben Jahr seien erste Pläne der Bahn AG bekannt geworden, die InterRegio-Verbindung Lindau-Ulm, die durch das Filstal nach Stuttgart führt, im Frühjahr 2001 wegfallen zu lassen. "Jetzt muss endlich gehandelt werden und Druck auf die Bahn ausgeübt werden", fordert Seehofer. In diesem Zusammenhang erinnert Seehofer an die Resolution der politischen Mandatsträger im Kreis Göppingen im November 1998 und an die Fahrt nach Frankfurt zur DB AG im Januar 1999. Ein ähnliches Vorgehen sei nun gefordert, um der Bahn aufzuzeigen und klarzumachen, dass der Filstaltakt im Kreis Göppingen auf die InterRegio-Linie Lindau-Stuttgart angewiesen ist.

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